Brüssel – Meine größte Überraschung!

Brüssel – Vergoldete Schönheit im Herzen Belgiens

Die Hauptstadt Belgiens stand, da muss ich ehrlich sein, nicht ganz oben auf meiner “Must Seen Places” – Liste. Die geografische Nähe ließ mich jedoch neugierig werden und so entschied ich mich Brüssel zu bereisen. Zuvor habe ich noch nicht allzu viel von Brüssel gehört, was mich als Tourist locken würde, aber ich entschloss mir mein eigenes Bild zu machen. Ich habe mich für eine dreitägige Reise entschlossen, da ich der Meinung war, dass der Zeitraum für die Größe der Stadt absolut ausreichend ist.

Die Vorbereitungen

Von meinem Wohnort liegt Brüssel lediglich 3 Autostunden Fahrt entfernt und so entschied ich mich für die Anreise mit dem Auto. Zudem fliegt leider kein Flughafen in Nordrhein-Westfalen Brüssel günstig an. Im Nachhinein würde ich für einen erneuten Besuch sogar den Flixbus bevorzugen, da die Fahrt sich somit als noch entspannter gestaltet.

Zu Beginn habe ich mir einige Youtube-Videos zu der belgischen Hauptstadt angeschaut. Somit konnte ich mir einen ersten Eindruck von der Stadt verschaffen. Im Vordergrund stand neben dem Automium auch der Grand-Palace, also der Marktplatz von Brüssel. Ich machte mich also daran, meinen Rucksack mit meinen typischen Utensilien für jede Kurzreise zu packen. HIER führe ich euch meine 5 Dinge auf, welche ich auf jeder Reise mitnehme. Von großer Bedeutung ist die Mitnahme einer anständigen Kamera für meine Trips. Es wäre zu schade, Momente, Motive und vielleicht selbst entdeckte Orte, Gemälde oder andere Bildvorlagen nicht festzuhalten.

Bei der Suche nach einem passenden Hotel fand ich ein kleines, aber feines Hostel etwa 2km außerhalb vom Zentrum. Ich miete mir grundsätzlich, sofern ich in einem Hostel schlafe, ein Zimmer mit eigenem Badezimmer. Im Hostel kann man total Glück haben und sehr saubere Sanitäranlagen vorfinden. Das Gegenteil kann jedoch ebenfalls eintreffen. Ein Einzelzimmer mit eigenem Bad kann jedoch im Vergleich zu einem Mehrbettzimmer bis zu 5x teurer sein. Da das Hostel zusätzlich über einen abgegrenzten Parkplatz verfügte, buchte ich 3 Nächte inklusive Frühstück für 75 €. Inklusive der Spritkosten von insgesamt 60 € haben mich 3 Nächte inklusive Frühstück und Anfahrt 135 € gekostet. In meinen Augen ist dies dennoch ein Schnäppchen.

Die Ankunft

Nach drei ruhigen Autostunden traf ich gegen 10 Uhr in Brüssel ein. Die Ankunft und der Check-In verliefen problemlos. Ich konnte in einigen Hostels bereits beobachten, dass das Angebot an Flyern für Events in den jeweiligen Städten stärker ausgeprägt war, als in Hotels. Im Zimmer erwartete mich ein helles Zimmer mit einem Hochbett und einem kleinen Badezimmer. Für den Preis war das Zimmer absolut in Ordnung. Bei einem Städtetrip ist mir ein sauberes Zimmer am wichtigsten. Auf Luxusausstattungen lege ich keinen Wert, da die Stadt für mich im Vordergrund steht und das Zimmer lediglich zum Schlafen genutzt wird.

Nach einem kurzen Aufenthalt machte ich mich auf den Weg zur nächsten U-Bahn – Station. In der Regel kaufe ich mir ein Tagesticket für 24 Stunden. Die meisten Großstädte, wie auch Brüssel, sind gut vernetzt. Ich persönlich laufe aber auch unheimlich gern durch die Städte, da sich dadurch, fernab von den Touristen – Hotspots, viele Orte und Motive entdecken lassen, welche in keinem Reiseführer stehen. Das beste Essen habe ich auf meinen Reisen bisher immer in Nebengassen und Straßen zu mir genommen.

Meine Eindrücke aus der vergoldeten Stadt

Im Zentrum angekommen ließ ich mich zunächst ohne Stadtplan durch die Gassen treiben. Hierbei stellte ich bereits die faszinierende Anziehungskraft des Grand-Palace fest. Jede Gasse führte früher oder später an den zentralsten Punkt Brüssels. Der erste Eindruck war atemberaubend. Die historischen Gebäude rund um den Marktplatz waren sehr detailreich vergoldet. Auch in den Abendstunden hatte der Grand-Palace eine magische Wirkung durch die Beleuchtung der Gebäude. Auf dem Marktplatz tummeln sich jedoch auch die meisten Touristen. Mein Tipp: Besucht den Grand-Palace in den Morgenstunden und ihr habt es wesentlich ruhiger um euch herum.

Während ich durch die nächste Gasse schlenderte, fiel mir vermehrt auf, dass die Belgier einen Faible für Süßkram haben. Ihr werdet mich verstehen, wenn ich über den Anblick der wahnsinnig lecker dekorierten Waffeln nicht hinweg kam… Wenn ihr glaubt, dass die Früchte auf den Waffeln nicht echt sind, muss ich euch leider enttäuschen. Die Waffeln werden jeden Morgen aufwendig dekoriert und in die Schaufenster gelegt. Während meines Aufenthalts in Brüssel habe ich unzählige Waffelläden gesehen. Eine Waffel ohne alles kostet nur 1 €. Je mehr man jedoch auf der Waffel haben möchte, desto teurer wird es. Ein Exemplar, wie auf dem Foto kostet zwischen 4 und 5 €. Ich muss gestehen mir jeden Tag bis zu 2 Waffeln gegönnt zu haben… Neben Waffeln genießen auch belgische Schokolade und Pralinen einen hervorragenden Ruf in Europa.

Ein weiteres Symbol, welches mir an jeder Ecke begegnet ist, ist das Manneken Pis. Über den Ursprung der Geschichte und der Figur Manneken Pis gibt es mehrere Legenden. Eine Überlieferung besagt, dass in der Vergangenheit die Feinde von Brüssel einen Brand gelegt haben sollen und ein kleiner Junge den Brand auf natürlichem Wege im Keim erstickt haben soll. Wie auch immer, das Manneken Pis genießt einen Kultstatus in Brüssel. Zu diversen Events und Festen wird das Manneken Pis auch pflichtgemäß verkleidet.

Die Gassen rund um Brüssel halten sich sehr kompakt um den Grand-Palace. Neben vielen Einkaufsläden stößt man früher oder später auf die alte Markthalle von Brüssel, der Place Saint-Géry. In der alten Markthalle finden sich neben zahlreichen Restaurants auch viele Boutiquen. Bevor du dir überlegst in einen Laden oder in eine Lokalität einzukehren solltest du dich über die Preise informieren. Der Place Sain-Géry ist nämlich eine Markthalle für gut betuchte Menschen. Beim Blick auf den Preis einer simplen Handtasche, welche über 11.000 € kosten sollte habe ich beschlossen den Markthallen den Rücken zu kehren und das nächste Wahrzeichen Brüssels aufzusuchen.

Das Atomium

Da Brüssel sehr gut vernetzt ist, entschloss ich mich, die U-Bahn für meinen Ausflug zum Atomium zu nutzen. Normalerweise vermeide ich das Bahnfahren auf meinen Städtetrips, da das Atomium jedoch einige Kilometer entfernt vom Zentrum lag, entschloss ich mal eine Ausnahme zu machen.

Also bin ich in die U-Bahn gestiegen, welche mich nach etwa 20-minütiger Fahrt zur Station Hayzel brachte. Beim Ausstieg aus der U-Bahn fiel mir zunächst das King Baudoin Stadium auf. Nach einer kurzen Recherche habe ich erfahren, dass das Fußballstadion einen sehr guten Ruf genießt, da es wohl sehr traditionell gehalten wurde. In dem Stadion wurde 1985 das Europapokal Endspiel zwischen Juventus Turin und dem FC Liverpool ausgetragen.

Auf meiner Liste stand jedoch nicht das King Baudoin Stadium, sondern das Atomium, welches sich bereits erkennen ließ. Nach einem kurzen Fußweg von 5 Minuten stand ich folglich vor einem riesigen Atom. Der Eindruck war atemberaubend. Es bestand die Möglichkeit, sich ein Ticket zu kaufen und sich das Atomium von innen anzuschauen. Davon habe ich abgesehen, da mir persönlich der Eindruck von außen ausgereicht hat. Sofern du bereits beim Atomium bist, bietet es sich auch an Miniatur-Europa anschauen, welche sich in unmittelbarer Umgebung befindet.

Nach meinem circa einstündigen Aufenthalt am Atomium machte ich mich auf dem Weg zurück in die Stadt von Brüssel.

In der Ruhe liegt die Kraft

Während eines Tages in einer neuen Stadt laufe ich mehrere Kilometer. Daher bieten Parks eine super Gelegenheit, sich mal auszuruhen und die Eindrücke sacken zu lassen. In und um Brüssel befinden sich sehr viele Parks, welche sehr gepflegt sind und zum Ausruhen einladen. Ich nutze die Zeit in den Parks meistens, um meine Kamera zu durchstöbern und die festgehaltenen Eindrücke Revue passieren zu lassen. Zudem ist ein Städtetrip durchaus anstrengend, sodass eine halbe Stunde absolute Ruhe sehr erholsam ist.

Fazit

Brüssel, im Herzen Belgiens, ist meiner Meinung nach eine Stadt, die jeder Städteliebhaber gesehen haben muss. Ich empfehle jedoch, den Städtetrip gut zu planen, denn einige Dinge wie zum Beispiel das Atomium, begegnet man nicht, wenn man sich lediglich durch die Stadt treiben lässt.

Das Essen ist wirklich gut in Brüssel. Ob belgische Pommes oder die heiß begehrten Waffeln, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Die Attraktionen sind mit ein wenig Planung gut zu erreichen und sehenswert. Da Brüssel nicht sehr groß ist, reichen meiner Meinung nach 3-4 Tage aus, die Stadt ausreichend zu erkunden.

Das Toursitenaufkommen wirkt hoch, da das Zentrum von Brüssel durch die Gassen eng geschnitten ist. Wenn du jedoch kein Problem damit hast, auch früh aufzustehen, kannst du die Attraktionen in Ruhe genießen.

Das Preis/Leistungsverhältnis ist mit Deutschland zu vergleichen. Die Parksituation gestaltet sich als eher schwierig, sodass ich die Anreise mit dem Flixbus empfehlen würde.

Unter diesem Artikel könnt ihr eure Fahrt mit dem Flixbus planen. Meine Hotelempfehlungen habe ich euch ebenfalls aufgeführt.

Ich hoffe euch hat mein Artikel über Brüssel gefallen. Du möchtest keinen Artikel und kein Reiseschnäppchen mehr verpassen? Dann trage dich in den kostenlosen Newsletter ein.

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Vielen Dank und viel Spaß in Brüssel wünscht Thomas von