Krakau – Eine historisch schöne Stadt

Tradition, Geschichte und das Studentenleben, Krakau bietet seinen Touristen eine Vielzahl an Eindrücken an. Dies waren Gründe genug einen sehr günstigen Flug ab Dortmund zu buchen und die Reise nach Polen anzutreten. So viel vorweg; Krakau ist eine Stadt zum Verlieben. Im folgenden Blogartikel werde ich meine Eindrücke aufführen. Ich hoffe sehr, dass ich dich neugierig machen kann. Viel Spaß beim Stöbern. 🙂

Die Anreise nach Krakau

Krakau erreichst du am einfachsten mit dem Flugzeug. Die Flugdauer beträgt etwa 90 Minuten. Ich empfehle dir eine Anreise ab Dortmund. Die Flugkosten beginnen bei 20€ für den Hin- & Rückflug.

Flug nach Krakau

Natürlich kannst du Krakau auch mit dem Auto oder dem Flixbus erreichen, sofern dir lange Fahrten nichts ausmachen. Einen günstigeren Preis wirst du so jedoch vergeblich suchen.

In Krakau landest du folglich am Johannes Paul II Flughafen. Allein am Namen merkst du bereits den immer noch sehr hohen Einfluss des Christentums in Polen. Die Innenstadt liegt etwa 15km vom Flughafen entfernt. Vor dem Flughafen befindet sich jedoch eine Bushaltestation. Neben zwei Tagesdiensten (Bus 208 und Bus 252) gibt es auch einen Nachtdienst (Bus 902). Der Bus 208 fährt ein Mal stündlich zum Hauptbahnhof von Krakau, genau wie Bus 902 zwischen 23:30 Uhr und 05:00 Uhr. Die Haltestelle am Hauptbahnhof von Krakau heißt „Dworzec Glówny Wschód“, die Fahrtzeit zwischen Krakau Airport und dieser Haltestelle nahe des Zentrums beträgt ungefähr 40 Minuten. Die einfache Fahrt kostet lediglich 4PLN also umgerechnet unter 1€.

Die beste Reisezeit

Krakau ist besonders schön, wenn die Sonne scheint und die Blumen sprießen. Ich empfehle dir daher, deine Reise in den Frühlingsmonaten anzusetzen. In der historischen Stadt Polens kannst du sehr viel zu Fuß entdecken, daher ist das gemäßigte Klima zu der Jahreszeit optimal.

Burg Wawel

Aber auch im Sommer an der Weichsel liegen oder ein kühles Getränk genießen ist mit Sicherheit eine gute Option. Der Winter in Krakau ist meist ziemlich schneereich, aber dennoch nicht weniger schön. Die Temperaturen im Winter können aber auch schonmal kälter als bei uns im Westen von Deutschland werden, also gilt: dick einpacken!

Sehenswertes in Krakau

Krakau glänzt nicht nur oberhalb der Erdoberfläche, sondern auch unterhalb. Unterhalb der Tuchhallen, mitten auf dem Marktplatz in Krakau, befindet sich nämlich der Eingang zu einem riesigen unterirdischen Museum. Eine deutsche Museumsleitung weiht euch in die historische Geschichte der antiken Stadt ein. Auf jeden Fall ist der unterirdische Marktplatz Rynek Glowny ein absolutes Highlight.

Oberhalb von Rynek Glowny erstreckt sich der große Marktplatz. Umrandet wird dieser von vielen typisch polnischen Lokalitäten, Pferdekutschen und offenen Seitengassen, welche sich in alle Himmelsrichtungen erstrecken. Auf dem Marktplatz befinden sich die Tuchhallen, welche man sich anschauen sollte. Eine Halle, in der typisch polnische Kunst verkauft wird.

Falls ihr die große Marienkirche auf dem großen Marktplatz nicht wahrnehmt, werdet ihr sie spätestens 1x stündlich durch die ganze Stadt hören. Jede Stunde bläst nämlich aus der höchsten Spitze der Kirche ein Mann in die Trompete. In der Geschichte von Krakau kam es zu mehreren Schlachten. Bei einer Schlacht kämpften sich die Mongolen in die Stadt vor. Die Aufgabe des Wachmeisters war es bei Alarm in einer unverkennbaren Komposition in die Trompete zu blasen. Ein Pfeil traf schließlich den Wachmann tödlich. Bis heute wird noch an seine großen Taten und seine wichtige Rolle für die Bewohner der Stadt erinnert.

Burg Wawel in Krakau

Durch die historische Altstadt fließt die Wawel. Am Rand der Wawel steht die Burg Wawel, welche heute ein Kloster ist. Die Burg Wawel diente vielen Herrschern von Polen als Residenz. Am Fuße der Burg Wawel befindet sich ein Eingang in eine alte Ruine. Der Tradition nach lebte dort ein Drache, welcher die Burg Wawel beschützt hat. Vor dem Eingang befindet sich eine Skulptur des Drachens, welche in regelmäßigen Abständen Feuer spuckt. Bis heute spürt man die Geschichte beinah auf der Haut, wenn man die Burg besucht. Die Krakauer geben sich große Mühe ihre Denkmäler zu pflegen und zu restaurieren.

Jüdisches Viertel Krakau

Mit ein wenig Fußmarsch verbunden ist der Weg zum jüdischen Viertel, welcher sich aber in jedem Fall lohnt. Heute leben immer noch sehr viele Juden in Krakau, die meisten im jüdischen Viertel. Geprägt von alten Häusern und die Geschichte der einzelnen Gebäude finden sich inmitten dieses magischen Ortes tolle jüdische Restaurants und Cafés. Lasst euch durch das jüdische Viertel treiben und ich verspreche, dass ihr tolle Dinge entdeckt, welche nicht im Reiseführer empfohlen werden.

Die Stadt hat noch viel mehr zu bieten, aber ich möchte euch nun doch nicht alles vorwegnehmen. 😉

Krakau

Essen&Trinken

Sehr bekannt ist Krakau für das unheimlich gute Essen und die günstigen Preise in den Restaurants. Die traditionelle Küche ist eher deftig gehalten. Neben Klößen, Rouladen und Rotkohl stehen auch eine große Auswahl an Suppen oder Piroggi zur Auswahl. Piroggis sind Nudeln mit einer Sauerkraut- oder einer Pilzfüllung. Sie werden in Butter angeschmort und ohne extra Soße angeboten. Ich als Vegetarier hatte es aber auch nicht schwer leckeres Essen zu finden.

Piroggi in Krakau

Aufgrund der geringen Kosten war ich täglich teilweise mehrfach in Restaurants und anderen Lokalitäten. Auch die Getränke schmecken sehr gut. Vor allem das polnische Bier und der Erdbeerkompott genießen einen hervorragenden Ruf.

Aktivitäten

In Krakau würde ich ganz klar empfehlen, auf Bus und Bahn als Fortbewegungsmittel zu verzichten. Die Stadt ist unheimlich kompakt gehalten, sodass du sehr viel mit sehr wenig Fußmarsch sehen kannst. Vor allem die unscheinbaren Gassen haben es mir angetan. Das beste Essen und die besten Getränke genieße ich meistens in eher abgelegenen Lokalitäten.

Von Kutschfahrten halte ich persönlich moralisch nicht allzu viel, daher werde ich diese Möglichkeit nicht weiter thematisieren.

Schneller von A nach B kommst du jedoch mit einem Fahrrad. Diese gibt es an vielen Stellen zu mieten.

Sofern du dich einige Tage länger in Krakau aufhältst, empfehle ich dir eine Tagestour zu machen. Du kannst beispielsweise ins Salzbergwerk oder dir das KZ von Ausschwitz anschauen.

Café in Krakau

Kosten in Krakau

Kostentechnisch ist Krakau ein Paradies für Schnäppchenjäger. Du kommst günstig nach Krakau, gute Hotels mit Frühstück kosten gerade 20-25€ pro Nacht und auch alle weitere Dienstleistungen wie Busfahrten oder die Lokalitäten halten die Preise niedrig. Der Wechselkurs in Polen steht bei knapp über 4 Zloty für einen Euro. Als kleinen Tipp möchte ich dir mitgeben, dein Geld nicht am Flughafen umzutauschen, da der Wechselkurs hier wirklich sehr schlecht ist.

Auch Tagesausflüge und Eintritte sind für wenig Geld zu haben. Jede mir begegnete Aktivität bot eine deutsche Leitung an, was das Ganze für jeden Besucher spannend gestaltet. Auch freie Touren durch die Stadt gibt es. Sie beginnen allesamt am Marktplatz von Krakau. Abschließend freuen sich die Reiseleiter, welche meist Studenten sind, über ein Trinkgeld der Besucher.

Geschichte von Krakau

Fazit

Krakau ist eine charmante Stadt mit ganz viel Geschichte und Tradition. Die vielen Kirchen symbolisieren den Bezug zur Religion. Eine Reise gestaltet sich als sehr kostengünstig. Ich hatte sogar das Gefühl mehr zu bekommen, als ich es mir erhofft habe. Aus Krakau heraus kannst du zudem sehr günstig zum Beispiel nach Norwegen oder Schweden fliegen, sodass sich Krakau als super Zwischenstopp auf einer Tour durch Europa anbietet. Ich kann nur empfehlen, Krakau unbedingt mal zu besuchen. Auch für das Abendprogramm ist gesucht. Durch die hohe Anzahl an Studenten sind die Bars und Clubs stets sehr gut besucht.

Ich hoffe sehr, dass dir der Artikel gefallen hat und du Lust auf Krakau bekommst. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß auf meiner Seite und beim Weltenbummeln. Du möchtest keinen Artikel und kein Reiseschnäppchen mehr verpassen? Dann trage dich in den kostenlosen Newsletter ein.

Thomas von