Sofia – Kulturelle Vielfalt in Bulgariens Hauptstadt

Sofia, die Hauptstadt Bulgariens reizte mich besonders aufgrund ihrer Lage. Umrandet vom Witoschagebirge liegt Sofia quasi im Tal des Gebirges. Unweit von den Länergrenzen Serbien und Mazedonien entfernt, liegt Sofia östlich und somit fernab vom Sonnenstrand und vom Goldstrand des Landes. In diesem Artikel möchte ich dich über meine Eindrücke informieren und dir den ein oder anderen Geheimtipp mitgeben.

Die Anreise

Ich entschied mich für einen dreitägigen Aufenthalt in Sofia. An einem Freitag Mittag machte ich mich mit einem Freund auf dem Weg zum Flughafen Köln/Bonn. Mit der Fluggesellschaft Ryanair flogen wir ca. 2,5 Stunden bis nach Sofia. Der Flug war soweit in Ordnung und wir konnten bereits im Landeanflug die Nähe des Witoschagebirges erkennen. In Sofia gelandet begrüßte uns kurz vor dem Ausgang ein Mann. Der Mann stellte sich als Vermittler eines Taxiunternehmens heraus und bot uns eine Fahrt zum Hotel zum Preis von 20€ an. Nach meiner eigenen Recherche war das jedoch ziemlich teuer, da die Taxipreise in Bulgarien eher niedrig waren und wir für unsere Strecke etwa “deutsche Preise” bezahlt haben. Am Abreisetag haben wir für dieselbe Strecke 8€ bezahlt. Daher empfehlen wir dir, solch überteuerte Angebote abzulehnen und entweder draußen direkt einen Taxifahrer anzusprechen und auf den Taxomaten bestehen oder die Bahn nutzen, welche sehr, sehr günstig ist.

Sofia

Wetter/Beste Reisezeit

Das Wetter in Sofia ist an dem Wetter in Deutschland angelehnt. Daher ist eine Reisezeit von Mai-August zu empfehlen, damit du die meisten Sonnenstunden mitnehmen kannst. Durchaus positiv ist die Tatsache, dass Sofia noch nicht von Touristen überlaufen ist, sodass sich auch ein ruhiger Städtetrip über das Wochenende lohnt.

Sofia

Sehenswertes

Sofia ist für eine Hauptstadt äußerst ruhig und ohne Verkehrschaos gehalten. Daher ist fühlte sich der Städtetrip in Sofia sehr entspannt an. Während wir uns, wie üblich, am ersten Tag ohne Ziel durch die Stadt führen ließen, beschlossen wir am zweiten Tag die Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Das Wahrzeichen Sofias ist ganz klar die Alexander-Newski-Kathedrale, welche, wie viele andere Wahrzeichen in Sofia, aus über 2.000 Jahren unter teilweise griechischer, römischer, osmanischer und sowjetischer Herrschaft stammt. Den Einfluss der verschiedenen Herrschaften merkst du an jeder Ecke Sofias. Alle Glaubensrichtungen sind hier vertreten und anhand von religiösen Bauwerken zu besuchen. Die Alexander-Newski-Kathedrale wirkt unheimich mächtig, von außen, als auch von innen. Ich persönlich habe noch nie so einen historischen Innenraum einer Kathedrale gesehen, wie dieser. Daher empfehlen wir dir unbedingt: Besuch die Alexander-Newski-Kathedrale!

Die Rotunde des Heiligen Georg stellt das älteste Gebäude Sofias dar. Inmitten hochmoderner Gebäude straht das Haus einen unheimlichen Charme aus. Das Gebäude wurde von den Römern im 4ten Jahrhundert errichtet und ist allemal einen Besuch wert.

Sofia

Während wir uns also von Wahrzeichen zu Wahrzeichen begaben, führte unser Weg desöfteren durch die Fußgängerzone Sofias. Vorab muss ich sagen, dass ich mich absolut in diese verliebt habe. Die Fußgängerzone punktet zum einen durch seine Breite. Wir hatten nie das Gefühl, wie in vielen anderen Fußgängerzonen, eingeengt zu sein. Desweiteren finden sich an den Seiten unheimlich viele Lokalitäten, welche zum Ausruhen einladen. Das absolute Highlight ist jedoch der Blick, welchen wir genießen durften. Sofern es nicht zu wolkig ist läuft man nämlich direkt auf das Gebirge zu. Daher kommt direkt das Gefühl auf, sich in einem ruhigen Tal und nicht in der Hauptstadt eines großen Landes zu befinden.

Sofia

Sofias Kreativiät ist in der gesamten Stadt zu sehen. In Sofia angekommen sind mir direkt die Stromkästen ins Auge gefallen. Während die Stromkästen in Deutschland eher grau sind und keine Beachtung erhalten, gleicht in Sofia kein Stromkasten dem anderen. In dieser Form konnte ich die Kunst in keiner Stadt bisher sehen, daher ist auch dieser Punkt positiv zu bewerten. Auch die Parks mitten in Sofia glänzen durch viel Natur, vielen Musikern und kleinen Lokalitäten.

Sofia

Im royalen Garten Sofias entdeckten wir einen sehr kleinen, pavillionartigen “Laden”. Auf wenigen Quadratmetern erstreckte sich eine Rundtreppe in die zweite, noch kleinere Etage. Dort befanden sich Bücherregale mit bulgarischen Büchern. Zwei rote Sitzsäcke luden zum ausruhen und lesen ein. Mit einem Mitarbeiter und einem weiteren Gast war dieses “Häuschen” bereits voll. Der Ort strahlte einen unheimlichen Charme aus, sodass ich dir empfehle, den royalen Garten nicht nur wegen der schönen Parkanlagen, sondern auch wegen diesem Ort zu besuchen.

Die Rooftopbar im Sense-Hotel mitten in Sofia ist unsere absolute Top-Empfehlung für den Abend. Genieße über den Dächern Sofia´s eine unbeschreibliche Aussicht auf die beleuchtete Alexander-Newski-Kathedrale. Wir empfehlen dir, vorher einen Tisch zu reservieren. Wir hatten Glück und konnten einen Tisch für immerhin eine Stunde ergattern. Die Getränke sind hier für die Verhältnisse in Sofia ziemlich teuer. Ein Cocktail kostet 7,50€, was aber einem normalen Preis für uns nachkommt.

Essen & Trinken

Das Essen und Trinken in Sofia war stets gut und lecker. Außer miserablen Stampfkartoffeln in einer Lokalität, kannst du in vielen Lokalitäten sehr gut und günstig essen gehen. Wir waren jeden Mittag und Abend in einem anderen Restaurant. Als Tipp empfehle ich dir die Skaptobara. Am letzten Tag unseres Aufenthalts entdeckten wir diese Bar und konnten dort das beste Essen genießen. Burger, sowohl mit Fleisch, als auch vegetarisch schmecken wunderbar. Auch der Service und die Getränke sind sehr hoch zu loben. Für ein Getränk und einen großen Burger bezahlt ihr hier etwa 8-9€ pro Person.

Auch die alkoholischen Getränke in den Bars sind für deutsche Verhältnisse sehr günstig. Etwa halb so viel wie in Deutschland kosten hier alle Getränke. Dennoch wird an Alkohol nicht gespart.

Sofia

Preise

Ein Kurztrip nach Sofia ist für deutsche Verhältnisse sehr günstig und dennoch qualitativ hochwertig. Für 3 Nächte inkl. Frühstück und den Flügen haben wir jeweils 120€ pro Person bezahlt. Sofern ihr euch für jeden Tag 30-35€ als Taschengeld einplant, könnt ihr zum einen Mittags und Abends im Restaurant gut essen gehen, als auch Abends noch 2 Getränke genießen. Auch die Taxifahrten sind, sofern ihr auf den Taxomaten besteht, sehr günstig. In Sofia bezahlt in mit “Bulgarischen Lei” welche ein Verhätnis von 1 zu 2 zum Euro aufweist.

Fazit

Sofia steht bei dir wahrscheinlich nicht ganz oben auf der Reiseluste. Ich empfehle dir jedoch, Sofia für ein Wochenende eine Chance zu geben, dich zu überzeugen. Durch die günstigen Preise kombiniert mit der vielseitigen Geschichte und den wenigen Touristen präsentiert sich Sofia für uns als Geheimtipp in Europa. Auch für ein Partywochenende stellt Sofia eine gute Option dar. Sowohl ab Dortmund, als auch ab Köln/Bonn könnt ihr Sofia direkt anfliegen.

Geheimtipp: Sofern du dich einige Tage länger in Sofia aufhälst empfehlen wir dir, das Gebirge zu erkunden. Auch ein Tagesausflug nach Serbien und Mazedonien solltest du als Option offen halten.

Das Team von abflug-nrw empfiehlt dir Sofia zu besuchen. Schreibe uns doch gerne von deinen eigenen Erlebnissen an: abflug-nrw@web.de

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